Online: Die päpstliche Enzyklika zur Künstlichen Intelligenz
KI und schleichender Wandel von Mensch und Gesellschaft. Einordnung durch die Soziologie
Kursnummer : 18180
Anmeldung bis zum 09.12.2026 12 Uhr über die Website www.kbw-miesbach.de oder per E-Mail an info@kbw-miesbach.de.
Der Vortrag findet online per Zoom statt. Sie erhalten rechtzeitig vor Beginn einen Teilnahmelink per E-Mail.
- Kosten 9,00 EUR
- Kosten pro Paar 14,00 EUR
Einordnung zwischen päpstlicher Enzyklika und Soziologie
Die Enzyklika "Magnifica humanitatas. Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz" stellt einen essentiellen Beitrag zur zeitgenössischen Debatte dar. Im Vortrag werden die zentralen Aussagen vorgestellt und mit Ergebnissen gesellschaftswissenschaftlicher Forschung zum digitalen Wandel kontrastiert. Dabei wird sich zeigen, dass die von Papst Leo XIV. vorgestellten Eckpunkte der katholischen Soziallehre sich einerseits gut zur Reflexion von KI eignen und anderseits Entsprechungen in der wissenschaftlichen Einordnung der gesellschaftlichen Bedeutung von KI finden. Diese Wechselwirkungen werden von Papst Leo XIV. selbst thematisiert, der immer wieder eine gemeinsam geteilte Verantwortung für die Zukunft zwischen Kirche, Gesellschaft und Wissenschaft betont. Übergreifend verdeutlicht der Vortrag, wie die Kernaussagen der Enzyklika sich in typische Zukunftserzählungen einordnen und bewerten lassen - womit der Raum für eine Diskussion eröffnet wird.
Prof. Dr. Stefan Selke lehrt "Soziologie und gesellschaftlichen Wandel" an der Hochschule Furtwangen (HFU). Er ist zudem Permanent Research Fellow an der Émile-Durkheim Forschungsstelle (EDFK) für Krisenanalysen der Universität Bonn und Forschungsprofessor für "Transformative und Öffentliche Wissenschaft". Selke ist Gründer des "Public Science Lab" (www.public-science-lab.de).
Seine aktuellen Forschungsthemen sind Zukunftserzählungen, Zukunftstechnologien sowie Zukunftsdesign. Dieses Portfolio umfasst u.a. Arbeiten zu real-utopischen Projekten, zu künstlicher Intelligenz als gesellschaftlicher Verheißung sowie zu neuere Weltraumutopien im Kontext der "New Space Exploration".
Er ist Preisträger des Wolfgang-Heilmann-Preises der Integrata-Stiftung zum Thema "Humane Utopie als Gestaltungsrahmen für die Nach-Corona-Gesellschaft".